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Die Sammlung, die bis vor einigen Jahren zum überwiegenden Teil im Schloss Scharnstein im Rahmen des Museums für historische Kriminologie präsentiert wurde, ist in ihren Anfängen so alt wie das OÖ. Landesmuseum. Die wesentlichsten Objekte gelangten in den Jahren 1864-1870 aus den Schlössern Rannariedl, Falkenstein und Wartenburg, sowie den Gemeinden Linz und St. Florian in die kunst- und kulturgeschichtliche Abteilung. Im Jahre 1885 wurde die Sammlung durch das Futteral mit hölzernen Richterstäben abgerundet. Es wurde vom letzten Bannrichter im oberen Donautal, Dr. Josephus Pflügl gespendet. Alle später noch fallweise erworbenen Objekte waren - mit Ausnahme der Marchtrenker Wiege - nur mehr von zweitrangiger Bedeutung. Die Objekte umfassen den Bereich der Gerichtsbarkeit, aber auch jenen des richterlichen Vollzugs. Besondere Bedeutung kam den in der Sammlung befindlichen Richterstäben zu, welche repräsentative und symbolische Aufgaben zu erfüllen hatten. Neben dieser Kategorie umschließt die Sammlung den Bereich des Strafvollzuges für geringere und gröbere Vergehen. So finden sich neben Schandmasken, Schandgeigen und einer Bäckerwippe auch Richtschwerter, Henkerbeile und Richträder. Weiters besitzt das Museum diverse Foltergeräte, die zum Erpressen von Geständnissen verwendet wurden (Daumen- und Fingerschrauben, Mundbirnen).
Sammlungsleitung:
(Voranmeldung erbeten) Mag. Ute Streitt OÖ. Landesmuseum
(Depot Außenstelle Welserstraße)
Welserstraße 20
4060 Leonding
Tel: +43-0732-674256-102
Fax: +43-0732-674256-160 email: u.streitt@landesmuseum.at
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