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Der umfangreiche Grundbestand an historischen Waffen wurde im 19. Jahrhundert zusammengetragen. Zahlreiche Burgen, Schlösser und Stifte Oberösterreichs gelten als Herkunftsorte der unterschiedlichen Objekte.
Die Sammlung enthält jedoch nicht nur einheimische Waffen, sondern auch zahlreiche Importstücke und ausländische Produkte.
Diese Objekte europäischer Waffenschmiedekunst kamen vor allem durch das Legat Emanuel Ludolf, Botschafter in Rom und österreichischer Diplomat in Konstantinopel, in Paris und im Haag, in das OÖ. Landesmuseum.
Abb.:
Ein Prunkstück der Sammlung ist die eiserne Sturmhaube (Morion) aus der Zeit von 1565. Gearbeitet wurde der Helm in Frankreich und kam aus dem Besitz der Grafen Sprinzenstein als Geschenk in die Waffensammlung. | |
Die eiserne Sturmhaube (Morion) |
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Die Sammlung beinhaltet Objekte vom 9. bis zum 19. Jahrhundert und umfasst alle geläufigen Waffengattungen, die zur Repräsentation, zur sportlichen Ertüchtigung, zur Jagd, aber auch zu kriegerischen Zwecken verwendet wurden.
In ihr vertreten sind Schutzwaffen, Pferderüstzeug, Stangenwaffen und Schlagwaffen, Blank-, Hieb- und Stichwaffen, aber auch feuerlose Schusswaffen und Feuerwaffen. Die Provenienzen mancher Stücke sind prominent: Sie stammen aus dem Besitz hoher türkischer Würdenträger ebenso wie aus kaiserlichen Beständen.
Der Sammlungsbestand bietet auch Einblick in die Waffenschmiedekunst und enthält nicht nur einheimische Produkte, sondern auch solche aus Nürnberg, Innsbruck, Wien, Passau und Solingen, München und Suhl. Exotische Objekte stammen unter anderem aus Konstantinopel und Südostasien.
Abb.: Ein bedeutendes Werk der europäischen Plattnerkunst ist der gold- und silbertauschierte Rundschild, der einen Teil einer großen, in Madrid verwahrten Harnischgarnitur darstellt und König Philipp III. von Spanien (1598-1621) gehörte. | |
Gold- und silbertauschiertes Rundschild |
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Schutzwaffen: Panzerhemd und Panzerärmel, Harnisch, Helm und Schild
Pferderüstung: Trense, Steigbügel und Sporen Blank-, Hieb- und Stichwaffen: Schwert, Dolch, Degen, Pallasch, Hirschfänger, Messer, Zweihänder
Stangenwaffen: jeder Art
Schlagwaffen
Waffen aus der Zeit des österreichischen Bauernkrieges
Feuerlose Schusswaffen: Armbrust samt Winde und Bolzen, Pfeil und Bogen Feuerwaffen: früheste Geschützrohre (um 1400), Eisengeschütze, Haken- und Handbüchsen aus der Zeit Kaiser Maximilians I., Musketen, Büchsen, Flinten und Pistolen, mit allem zugehörigen Gerät
Abb.: Als Hauptwerk der heimischen Waffenproduktion gilt eine Steinschlosspistole des Linzer Büchsenmachers Franz Per(t)sch. Das Stück entstand in den Jahren um 1740 und stellt laut eingravierter Ziffer "1" die Hälfte eines Pistolenpaares dar.
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Steinschlosspistole
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| . Publikationen und Kontakt |
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Da die Sammlung in ein neues Depot übersiedelt wurde, galt das Augenmerk der bisherigen Bearbeitung besonders der Revision und Inventarisierung. Geplant ist der Aufbau eines Schaudepots sowie die Herausgabe eines Bestandkataloges und einer Bilddatenbank.
Sammlungsleitung:
(Voranmeldung erbeten) Mag. Ute Streitt
OÖ. Landesmuseum (Außenstelle Depot Welserstraße) Welserstraße 20 4060 Leonding
Tel: +43-0732-674256-102 Fax: +43-0732-74256-160
email: u.streitt@landesmuseum.at
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